Safran, Sonne & Sahara – Marokko 2016

Mit dem VW-Bus durch Marokko – eine Reise ohne Happy End

Ende August war es endlich soweit. Unser „Reisebus“ steht vollgepackt auf dem Hof und nach Connys letzer Schicht starten wir Richtung Süden, Marokko als Ziel. Wir haben knapp 2 Monate Zeit. Die Anreise erfolgte über Frankreich und Spanien, dann weiter von Algeciras (nahe Gibraltar) nach Tanger Med mit der Fähre. Willkommen in Afrika! Die erste Nacht verbrachten wir auf einem staubigen Campingplatz an der Mittelmeerküste. Im Riffgebirge trafen wir internationale „Dauercamper“, die vor allem wegen der Hanfprodukte vor Ort waren, dann rollten wir weiter südostwärts der Wüste entgegen. An einem See im hohen Atlas trafen wir Freunde aus Deutschland und verlebten einige Tage gemeinsam. Unterwegs trafen wir auch Ali, der mit seiner Familie zu seinen Eltern reiste, bei Nomaden tranken wir Tee im Zelt, es gab immer wieder interessante und schöne Begegnungen mit Menschen und der kargen Natur. Houcine mit seiner Familie lud uns zum Hammelfest ein, für uns ein spannender Tag – für den Hammel weniger … 3 Stunden nach dem Schlachten lag er schon auf unseren Tellern. Sehr beeindruckt haben uns die hohen Sanddünen vom Erg Chebbi. Im Licht der Abendsonne ein traumhaftes Bild zeitloser Schönheit und Ruhe.
Leider blieb uns das Reiseglück nicht dauerhaft erhalten. Conny zog sich eine komplizierte Lungenentzündung zu. Unser einzigster Nachbar in Tafraoute auf dem Campingplatz war Arzt, der Conny untersuchte und mit Medikamenten half. Ihr Gesundheitszustand besserte sich kaum, so fassten wir den traurigen Entschluß, unsere Reise vorzeitig abzubrechen und schnellstmöglich nach Hause zu fahren. Aus dem Süden Marokkos zurück warteten jetzt über 4.000 km und eine Fährüberfahrt auf uns. Nach 5 1/2 Tagen, die Conny zum großen Teil mit Fieber im Bett verbrachte kamen wir dann endlich total erschöpft wieder zu Hause an – ca. 2 Wochen eher, als geplant.
Für Conny folgten einige Wochen Krankenhausaufhenthalt, Reha-Klinik, noch einmal Krankenhaus … Es wird noch etwas dauern, bis sie wieder ganz gesund ist.
Auch wenn nicht alles nach Plan verlaufen ist und wir einige Dinge nicht machen konnten, sind viele Eindrücke von einem Land mit überwältigender Natur und freundlichen Menschen in unseren Köpfen und auf unseren Speicherkarten geblieben. Marokko, wir kommen wieder!